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RW 1

 


Fahrgestell:  Mercedes Benz Unimog 1300 L

Aufbau:          Lentner

Baujahr:         1985

In Dienst:       1995 (vorher bei der FF Bremen im Dienst)

 

Besonderheiten:

Klapplichtmast auf dem Dach, Rettungssäge, Teleskoprettungszylinder, Stabpack- Unterbausysteme, CO2-Löscher, Halligan-Tool, Analoge und Digitale Fahrzeug-/Handsprechfunkgeräte, Schleifkorbtrage, LED Geräteraumbeleuchtung ...




RW

Ein Rüstwagen (RW) ist ein Feuerwehrfahrzeug, das hauptsächlich bei der technischen Hilfeleistung  eingesetzt wird.

Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät zur Verfügung, mit dem Personen

nach Unfällen (insbesondere im Straßenverkehr) aus ihren Notlagen befreit werden, umweltschädigende Substanzen aufgefangen, Einsatzstellen ausgeleuchtet und diverse andere Aufgaben erfüllt werden können.

Die Besatzung besteht jedoch nur aus drei Mann, einem Trupp. Darum wird der Rüstwagen praktisch nie allein eingesetzt, sondern mit anderen Fahrzeugen im Rüstzug, oder auch zur Unterstützung eines Löschzugs oder eines Feuerwehrkrans.

Mancherorts wurde der Rüstwagen (entgegen der Norm) auch mit einer Staffel, oder sogar mit der Gruppe gebaut.

 

Der Rüstwagen entstand, als die Ausrüstung der Feuerwehren für Hilfeleistungseinsätze zu komplex wurde, um zusammen mit Löschmitteln auf einem Löschfahrzeug verlastet zu werden. Ursprünglich wurden die meist dem Katastrophenschutz beigeordneten Fahrzeuge Pionierfahrzeug genannt.

Ebenso gab es den Hilfskraftwagen (HKW), der nach den jeweiligen Bedürfnissen verschiedenste Materialien für die technische Hilfeleistung und Zusatzausrüstung für die Brandbekämpfung transportierte.

 

Man unterschied früher nach der DIN 14555 mehrere Rüstwagen-Typen. Alle zeichneten sich durch gemeinsame Merkmale wie Truppbesatzung, Allradantrieb, Generator usw. aus.

Der RW 1,war meist mit einem nominellen zulässigen Gesamtgewicht von 9 Tonnen aufgebaut, und bei mittelgroßen Feuerwehren stationiert, deren Aufkommen an Einsätzen der Technischen Hilfeleistung nicht die Anschaffung des größeren RW 2 mit 12 Tonnen rechtfertigte.

Beide Fahrzeugtypen fielen im Juni 2002 mit Einführung der DIN 14555-3 aus der Normung,

die Norm des aktuellen RW entspricht am ehesten der des alten RW 2.

Die noch größeren RW 3 sind bereits Anfang der 1990er Jahre aus der Norm entfallen. Die Beschaffung von vier RW 3 mit Staffelkabine (RW 3-St) durch die Berliner Feuerwehr und von drei RW 3 mit Truppbesatzung durch die Feuerwehr München fanden jedoch noch nach diesem Zeitpunkt statt.

 

Rüstwagen werden auf einem Allradfahrgestell aufgebaut.

An der Fahrzeugfront befindet sich eine Seilwinde mit 50 bis 100 kN Zugkraft (5–10 t), im Fahrzeugaufbau oder am Heck ein Lichtmast mit zwei Scheinwerfern mit einer Leistung von jeweils 1000 W, die vom fest in das Fahrzeug eingebauten Generator gespeist werden.

Dieser Stromerzeuger hat eine Mindestleistung von 23 kVA.

Auf dem Rüstwagen befindet sich außer einem Feuerlöscher keine Ausrüstung für die Brandbekämpfung, jedoch umfangreiche Ausrüstung für technische Hilfeleistung, wie pneumatische Hebesätze und hydraulische Rettungsgeräte in verschiedenen Größen.

Auf einem RW liegen 308 Einzelteile, hinzu kommt weitere Zusatzbeladung. Andere seltenere Sonderausrüstungen können eine umfangreiche Gefahrgutausrüstung (Rüstwagen mit Sonderbeladung Gefahrgut, RW-G) sein oder ein Kran.